Gehirnerschütterung

Was ist eine Commotio Cerebri?
Eine Gehirnerschütterung definiert sich als ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma. Meist entsteht eine Gehirnerschütterung durch einen stumpfen Schlag gegen den Kopf oder einen Aufprall, oft in Folge eines Unfalls etwa bei einem Sturz vom Fahrrad oder einem Sturz vom Wickeltisch.
Die Gehirnerschütterung entsteht dadurch, dass das Hirn durch den Aufprall von innen gegen die Schädelwand stößt. Es kommt zu einer vorübergehenden Funktionsstörung des Gehirns.

Wie wird eine Gehirnerschütterung behandelt?
Eine leichte Gehirnerschütterung muss nicht unbedingt behandelt werden. Gegen Kopfschmerzen helfen Schmerzmittel, wie Paracetamol oder Ibuprofen. In jedem Fall ist es ratsam, für einige Tage Bettruhe zu halten. Fernsehen oder Lesen sind in dieser Zeit nicht empfehlenswert, da die Beschwerden dadurch zunehmen können.
Eine schwere Gehirnerschütterung gilt es besonders ernst zu nehmen. Daher bleiben diese Patienten in der Regel für etwa 24 Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus.

Worauf sollte man bei Kindern achten?
Da bei Kopfverletzungen Symptome erst nach einem zeitlichen Abstand zum Unfall auftreten können, müssen Eltern Ihr Kind in den nächsten 48 Stunden genau beobachten. Das Kind muss in dieser Zeit immer von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden. Es darf nicht alleine gelassen werden.

Alarmzeichen bestehen, wenn das Kind

  • Erbricht oder über zunehmende Übelkeit klagt (bei Säuglingen: nicht gut trinkt),
  • Schlapp, schläfrig und teilnahmslos erscheint,
  • Über Sehstörungen (Doppelbilder, Verschwommensehen) klagt,
  • verwirrt erscheint, Sie nicht erkennt oder nicht weiß, wo es ist,
  • schlimmer werdende, starke Kopfschmerzen angibt,
  • zunehmend unleidlich wird oder ohne Pause schreit (besonders Säuglinge und Kleinkinder).

Wenn eines oder mehrere dieser Zeichen bemerkt werden, müssen die Eltern mit ihrem Kind sofort ein Krankenhaus aufsuchen.