Grippe (Influenza)

Die echte Grippe, auch Influenza genannt, ist eine akute Krankheit der Atemwege. Sie ist eine ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Krankheit, die durch Grippeviren ausgelöst wird.
Das Grippevirus ist sehr ansteckend und verbreitet sich schnell. Wo viele Menschen aufeinander treffen ist die Infektionsgefahr am größten. Z.B. in Einkaufsmärkten, Kindergärten, öffentlichen Verkehrsmitteln oder am Arbeitsplatz.

 

Wie gefährlich ist Grippe?
Leider wird das Risiko häufig unterschätzt. Die Zahlen der letzten Grippesaisons zeigen das deutlich.
6 Mio. grippebedingte Arztbesuche in der Saison 2016/2017
59.380 Krankenhauseinweisungen in der Saison 2017/2018
21.300 Todesfälle in der Saison 2013/2014

Wer sollte sich impfen lassen?
Jeder! Denn wer sich selbst mit einer Impfung schützt, trägt gleichzeitig zum Schutz von allen anderen bei, besonders für die Menschen, die z.B. auf Grund von Immunerkrankungen keine Impfung erhalten können. Wenn viele Menschen geimpft sind, können sich die Grippeviren schlechter verbreiten. Hohe Impfraten führen zum sogenannten Herdenschutz.
Eine Impfung sollte am besten jährlich im Oktober oder November gemacht werden. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt kann die Impfung noch sinnvoll sein. Bei Kindern zwischen 6 Monaten und 9 Jahren, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Grippe-Impfung erhalten, müssen 2 Impfungen im Abstand von mindestens 4 Wochen durchgeführt werden.

Folgende Hygienemaßnahmen können zusätzlich eine Ausbreitung vermindern:
– Regelmäßiges Händewaschen
– Regelmäßig durchlüften
– In die Armbeuge anstatt in die Hand husten

 

Merkzettel kurz zusammengefasst
Die echte Grippe (Influenza) ist eine hoch ansteckende, virale Infektionskrankheit, die Menschen jeden Alters betrifft und in jährlichen Epidemien (meist Januar bis März) auftritt. Die Viren werden in bestimmte Untergruppen eingeteilt (Influenza A und B mit verschiedenen Stämmen, Vogel- und Schweinegrippeviren).
• Übertragung: über Tröpfcheninfektion, aber auch indirekt über kontaminierte Oberflächen auf Hände und Schleimhäute.
• Symptome: Meistens starke Erkältung mit plötzlichem hohen Fieber, Schnupfen und Husten sowie heftigen Kopf- und Gliederschmerzen.
• Inkubationszeit: 1-2 (-4) Tage. Ausscheidungsdauer 3-8 Tage nach Krankheitsbeginn, bei schweren Verläufen und immungeschwächten Personen zum Teil länger.
• Bei nachgewiesener/klinisch wahrscheinlicher Influenza (A/B-Schnelltest in der Praxis) müssen die Kinder – auch zum Selbstschutz vor weiteren Infektionen/Komplikationen – im geschwächten Zustand mindestens 10 Tage zuhause bleiben und müssen mindestens 2 Tage fieberfrei sein, bevor sie wieder in Schule/Kinderbetreuung gehen können.
Nur erkrankte Familienmitglieder müssen zu Hause bleiben!
• Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit Lutschbonbons, Tee mit Honig, Fiebermitteln, Nasenspray ggf. bei sehr starkem Reizhusten mit einem Hustenstiller. Bitte kein ASS/Aspirin/Acetylsalicylsäure geben!
• Komplikationen wie Mittelohr- und Lungenentzündungen sind relativ häufig (bis zu 30%); lebensbedrohliche Verläufe (Herzbeteiligung, Kreislaufversagen) sind bei Kindern selten. Manchmal sind schwerste Verläufe allerdings auch bei vorher Gesunden zu beklagen.
• Influenza sollte man jährlich ab September impfen! Ab September 2018 ist die vier Stämme umfassende, gute Grippeimpfung ab 6 Monaten zugelassen. Sprechen Sie uns gerne an!