Pollenallergie

Pollen werden durch Wind und Wetter weit verbreitet und sind nicht ganz zu vermeiden – leider!

Die Stärke des Pollenflugs hängt von der Witterung ab, die Blühperiode der Bäume, Sträucher und Blühpflanzen folgt den Jahreszeiten. Den Pollenflug kann man heute noch genauer als mit einem Allergenkalender mit einer tagesgenauen APP  (einfach „Pollen“ im APP-store eingeben, viele gratis-APPs erhältlich) erfahren, wobei bei bestimmten Informations-diensten neben der Art der fliegenden Pollen auch die Stärke des Pollenflugs erfragt werden und diese schon einige Tage im voraus abgeschätzt werden kann. Dies ist unter Umständen für eine Planung von Ausflügen etc. wichtig.

Immer noch gilt: Allergenvermeidung ist besser als Allergiebehandlung!

Was bewirken Pollen? Nicht bei allen Patienten mit Pollenallergie treten alle folgenden Symptome auf. Am häufigsten ist die allergische Rhinokonjunktivitis, der Heu-schnupfen mit Beteiligung der Bindehäute der Augen. Das allergische Asthma ist zum Glück seltener und tritt oft erst im Verlauf einer „Allergikerkarriere“ hinzu.

Symptome:

  • Juckreiz an Haut und Schleimhäuten
  • Gerötete und/oder tränende Augen
  • Niesreiz
  • Fließschnupfen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen
  • Husten, Atemnot, Engegefühl in der Brust, Brustschmerzen

Prophylaktische Maßnahmen:

  • In der Zeit des stärksten Pollenfluges möglichst wenig Zeit im Freien verbringen und Sport im Freien vermeiden.
  • Lüften Sie ihre Wohnung bevorzugt bei feuchtem, regnerischen Wetter und in den frühen Morgenstunden. Dann ist die Pollenbelastung am geringsten. Halten Sie die Schlafzimmerfenster der betroffenen Pollenallergiker ihrer Familie geschlossen.
  • Trocknen Sie in der Pollenflugzeit ihre Wäsche nicht im Garten, sondern in geschlossenen Räumen oder im Wäschetrockner.
  • Getragene Klamotten nicht im Schlafzimmer der Pollenallergiker aufheben (zum Beispiel über den Stuhl hängen), sondern täglich frische Sachen anziehen und mit Pollen „kontaminierte“ Sachen im Keller oder möglichst einem geschlossenen Wäschekorb lagern.
  • Vor dem Zubettgehen  duschen und Haare waschen. Es muss nicht immer Shampoo verwendet werden, aber die Pollen müssen aus den Haaren ausgewaschen werden!
  • Bei starken Augenreizungen empfiehlt sich das Tragen einer nicht zu dunklen Sonnenbrille/transparenten Sportbrille.
  • Bei starkem allergischen Schnupfen kann das Spülen der Nase mit einer Nasendusche hilfreich sein, um die Pollen von den Schleimhäuten zu entfernen.

 

Behandlungsmöglichkeiten:

Es stehen eine Reihe wirksamer Medikamente zur Verfügung. Allerdings ist bei starker Allergenbelastung des Patienten die Vermeidung und der Selbstschutz wie oben beschrieben wirklich vorrangig, damit die Allergie den Patienten nicht überrollt und fest im Griff hat.

Als ursächliche Therapie ist die Hyposensibilisierung eine wichtige Option und unter bestimmten Voraussetzungen eine elegante Möglichkeit, blühende Wiesen wieder genießen zu können.

Wenn Sie einen Verdacht auf eine allergische Erkrankung bei ihrem Kind haben, stehen wir mit Diagnostik (Pricktest, Hauttest, Bluttest, Spirometrie, Peak-Flow-Messung) und Therapie an Ihrer Seite.

Auch die komplementäre Medizin hat ihren Platz in der Behandlung der Allergien.

Führen Sie in jedem Fall einen Symptomkalender und bringen Sie ihn zum Termin mit!

Sprechen Sie uns gerne an!