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Gehirnerschütterung

Was ist eine Gehirnerschütterung (Commotio Cerebri)?
Meist entsteht eine Gehirnerschütterung durch einen stumpfen Schlag gegen den Kopf oder einen Aufprall, oft in Folge eines Unfalls etwa bei einem Sturz vom Fahrrad  oder beim Skifahren. Man nennt dies auch Schädel-Hirntrauma. Vor allem Kinder sind öfter von einer Gehirnerschütterung betroffen: Typische Ursachen hierbei sind zum Beispiel Stürze vom Wickeltisch, aus dem elterlichen Bett oder von der Treppe. Das Gehirn stößt durch den Aufprall von innen gegen die Schädelwand. Die äußere Haut am Kopf und der Schädelknochen müssen dabei aber nicht sichtbar verletzt sein.

Was sind Anzeichen?
Typisch für eine Gehirnerschütterung sind kurze Erinnerungslücken oder ein kurzer Bewusstseinsverlust. Weiterhin können (starke) Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit und Erbrechen auftreten.

Alle Anzeichen können direkt nach dem Unfall oder auch erst nach einigen Stunden auftreten.

Alarmzeichen:

  • Mehrfaches auch nüchternes Erbrechen ohne Durchfall
  • Das Kind ist schlapp, schläfrig und teilnahmslos
  • Sehstörungen (Doppelbilder, Verschwommensehen)
  • Verwirrtheitszustände, das Kind erkennt seine Eltern nicht
  • Starke bis stärkste Kopfschmerzen
  • Säuglinge und Kleinkinder: Trinkverweigerung, dauerndes Schreien, Wimmern

Wenn eines oder mehrere dieser Zeichen bemerkt werden, müssen die Eltern mit ihrem Kind sofort ein Krankenhaus aufsuchen.

Bei Bewusstseinsverlust, epileptischer Anfall: NOTARZT RUFEN! Helm (z.B. nach Fahrrad-/Laufradsturz) möglichst nicht abnehmen!

Wie wird eine Gehirnerschütterung behandelt?
Das Kind muss die ersten Stunden nach einem Schädel-Hirntrauma immer von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden. Es darf nicht alleine gelassen werden.

Eine leichte Gehirnerschütterung muss nicht unbedingt ärztlich behandelt werden. Gegen Kopfschmerzen helfen Schmerzmittel, wie Paracetamol oder Ibuprofen. In jedem Fall ist es ratsam, für 2-3 Tage Bettruhe zu halten und das Kind weiterhin nicht alleine zu lassen. Fernsehen, Handy- und Tabletspiele oder Lesen sind in dieser Zeit nicht empfehlenswert, da die Beschwerden dadurch zunehmen können. Ruhige Hörspiele sind in der Regel unproblematisch.