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Sonnenstich

Ein Sonnenstich entsteht bei einer übermäßigen Sonnenbestrahlung des Kopfes oder Nackens. Kinder sind schneller betroffen, da sie in der Regel wenig Haare und vor allem einen dünneren Schädelknochen haben.

Um einen Sonnenstich zu verhindern, sollten Kinder möglichst im Schatten bleiben. In der Sonne sollte immer ein Sonnenhut mit Nackenschutz und UV-Schutz getragen werden. Im Hochsommer zwischen 11 und 16 Uhr gehören kleine Kinder nicht in die pralle Sonne – nicht einmal für wenige Minuten. Größeren Kindern können Sie ­immer mal wieder den Kopf nass machen, aber auch hier sollte zwischendurch eine Pause im Schatten eingelegt werden. Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge, mindestens einen halben Liter mehr als normaler­weise. Eine Sonnencreme schützt vor Sonnen­brand, aber nicht vor einem Sonnenstich.

Unterscheidung: Sonnenstich, Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag?

Hitzeerschöpfung: ist ein Flüssigkeits- und Salz­mangel nach körperlicher Anstrengung bei hohen Temperaturen. Das Kind hat Durst und einen trockenen Mund, seine Haut ist eher kühl, blass und feucht. Es kann zu Schwellungen der Hände und Füße kommen.

Was Sie tun sollten:

  • Kind in den Schatten bringen
  • Kleidung öffnen und Beine hoch lagern
  • Schluckweise etwas zu trinken anbieten – am besten Mineralwasser – aber nur wenn kein Brechreiz besteht
  • Salzstangen oder Salzbrezeln anbieten

 

Sonnenstich: zu viel Sonne auf Kopf und Nacken. Das Kind reagiert oft erst Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne, manchmal auch erst nachts. Der Kopf ist rot und heiß, der restliche Körper ist unauf­fällig, es hat in der Regel kein Fieber. Aber es leidet unter heftigen Kopfschmerzen, Babys schreien laut und schrill und wollen nichts mehr trinken. Auch Unruhe, Übelkeit und Erbrechen, Nackenschmerzen und -steifigkeit können Symp­tome sein.

Was Sie tun sollten:

  • Kind in den Schatten bringen
  • Beruhigen, Kopf und Oberkörper hochlagern, z.B. mit einem Kissen
  • Kopf- und Nacken mit kalten Umschlägen kühlen
  • Schluckweise etwas zu trinken anbieten – am besten Mineralwasser – aber nur wenn kein Brechreiz besteht

Es sollte sich nach den oben genannten eine Besserung einstellen!

Kommt es zu Bewusstlosigkeit, Halluzinationen, starken Schmerzen oder Verschlechterung des Allgemeinzustandes rufen Sie die 112!

 

Hitzschlag – sofort den Notarzt rufen! Die schwerste und lebensbedrohliche Form. Zu dem Flüssigkeitsmangel kommt ein gefährlicher Wärmestau hinzu. Die Haut ist am ganzen Körper hochrot, heiß und trocken. Das Kind hat Fieber, oft über 40 Grad. Es atmet flach und schnell, erbricht sich oder leidet unter Halluzina­tionen, Krämpfen, Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit.

  • Verständigen Sie sofort den Notarzt unter 112!
  • Bis dieser da ist:
    • Kind in den Schatten bringen
    • Kleidung öffnen/ausziehen
    • den ganzen Körper mit feuchten Tüchern abreiben
    • Schluckweise etwas zu trinken anbieten – am besten Mineralwasser – aber nur wenn kein Brechreiz besteht